Europastraße E66 – Umfahrung Mittewald als nächstes Teilstück einer neuen Transitroute im Drau- und Pustertal

05/06/2011

Arge Stop Transit, 04.06.2011

Liebe Gesinnungsgenossen in Sachen Transit!

Wie Pressemeldungen im heurigen Frühjahr zu entnehmen ist, setzt die Tiroler Landesregierung mit ihrer Abteilung Straßenverwaltung den Ausbau der Straße im Drau- und Pustertal als europäische Ost-West-Transitstrecke “E66″ unter dem Vorwand “Bau einer Ortsumfahrung” in Salami-Taktik munter fort. Als nächstes Teilstück im Osttiroler Pustertal soll die bahnparallele Umfahrung Mittewald mit einer Länge von 2,8 verwirklicht werden, die eine weitere Steigung der B100 und damit ein weiteres Transithindernis beseitigt. Leider unterstützen auch manche Kommunalpolitiker betroffener Gemeinden in Unkenntnis der transitfördernden Auswirkungen (oder sind diese ihnen egal) diesen Ausbau.

Wie eine amtliche Studie vor einigen Jahren ergeben hat, hat die Strecke im Drau- und Pustertal bereits heute einen Kostenvorteil für die transitierenden LKW gegenüber alternativen Ost-West-Routen. Der zeitliche Nachteil dieser Strecke wird durch die bereits verwirklichten (z.B. Umfahrung Abfaltersbach) bzw. geplanten Ausbauten – wie z.B. die Umfahrung Mittewald) im Drau- Pustertal sukzessive abgebaut. Damit wird die Strecke für den Ost-West-Transit immer attraktiver.

In einer Grafik, die über die Homepage der Tiroler Landesregierung/Verkehrsstatistik aufgerufen werden kann, wird die B100 im Drau- und Pustertal – trotz gegenteiliger Politikerbehauptungen – **weiterhin **offiziell als E66, also als Hauptstraße für den internationalen Verkehr ausgewiesen.

Mit besten Grüßen
Arge Stop Transit
Bereich Kärnten, Ost- und Südtirol

Zeitungsbericht hierzu: Den Rest des Beitrags lesen »


Pustertal: Mobilitätspolitik statt Illusionen aus Beton

20/02/2011

Pressemitteilung

Der Bautenlandesrat spricht in seiner jüngsten Presseaussendung von “Halbzeit” beim Ausbau der Pustertaler Straße, verbunden mit der Ankündigung, nicht etwa die Strategie überdenken, sondern am bisherigen Ausbauprogramm festhalten zu wollen.

Am ärgerlichsten ist dabei die ständig wiederholte Behauptung, der Straßenausbau diene dazu, Staus zu vermeiden. Verbreiterungen und Begradigungen führen nur zu höheren Geschwindigkeiten und damit nicht nur zu mehr Schadstoffen und Lärm, sondern auch zu mehr Verkehr und einem höheren Staurisiko. Die höchste Kapazität hat eine Straße bei mäßigen Geschwindigkeiten, wie sie etwa auf den noch nicht ausgebauten Abschnitten der Pustertaler Straße gefahren werden. Abgesehen davon gibt es ausgedehnte Staus nach wie vor nur an einzelnen Tagen in der touristischen Hochsaison und es wäre ein sinnloses Unterfangen, die Infrastruktur diesen absoluten Spitzentagen anpassen zu wollen.

Von besonderer “Rücksicht auf ein landschaftlich sensibles Gebiet” kann keine Rede sein. Den Rest des Beitrags lesen »


Zur Eröffnung des Sonnenburger Tunnels

27/12/2010

Pressemitteilung der Plattform Pro Pustertal und des Heimatpflegeverbands Pustertal

Anläßlich der Eröffnung des Sonnenburger-Tunnels am 22.12. und der morgigen offiziellen Einweihung gilt unser Verständnis den Bewohner/innen des Dorfteiles Sonnenburg, welche nach Jahren der Lärm- und Staubbelastung und nächtlichen Sprengungen nun aufatmen können. Hinzu kamen besorgniserregende Schäden an manchen Gebäuden, besonders die mittelalterlichen Fresken in der Krypta der Sonnenburger Kapelle haben schwer gelitten und Unverständnis in der Bevölkerung ausgelöst. Die Plattform Pro Pustertal und der Südtiroler Heimatpflegeverband können jedoch die Freude über die Fertigstellung des Tunnels nicht teilen. Zu groß ist der störende Einfluß auf das einmalige Ensemble in der Bannzone des prähistorisch besiedelten Burghügels, unwiderbringlich verloren der uneingeschränkte Blick von allen Seiten auf dieses Pustertaler Juwel.

Die Sorge dieser beiden Vereine besteht jedoch weiter und betrifft Das zweite Baulos mit der geplanten Gadertaleinfahrt, welches wiederum große Beeinträchtigung der Kultur-und Naturlandschaft im gegenüberliegenden Klosterwald mit Kapelle und Soldatenfriedhof bringen wird. Angesichts der knapper werdenden Geldmittel stellt sich noch dringender die Frage, ob nicht doch die vom Kniepaß abgehende Toblvariante mit bereits bestehender Straße zur Biogasanlage die schonendere und kostengünstigere Lösung wäre. Der von der Plattform Pro Pustertal und dem Heimatpflegeverband seit Jahren angeregte Kosten-Nutzen-Vergleich beider Varianten steht immer noch aus. Wir appellieren deshalb erneut an die politisch Verantwortlichen, aus Respekt der Bevölkerung gegenüber diesen Vergleich unbedingt in Angriff zu nehmen und den betroffenen Bewohner/innen dadurch vor Beginn der Arbeiten die Mitsprache zu ermöglichen.

Dr.Christine Baumgartner
Plattform Pro Pustertal
Dr.Claudia Plaikner
Heimatpflegeverband Pustertal


Vollversammlung: Resolution zur Riggertalschleife

27/11/2010

An die
Südtiroler Landesregierung

Sehr geehrter Herr Landeshauptmann
Sehr geehrte Frau Landesrätin
Sehr geehrte Herren Landesräte

Offener Brief und Resolution zur Riggertalschleife

Die Plattform Pro Pustertal hat sich in ihrer Vollversammlung am 26. November 2010 eingehend mit dem Verkehrsproblem im Pustertal auseinandergesetzt. Mit Nachdruck weist sie darauf hin, dass der Ausbau der Pustertaler Straße mit größter Behutsamkeit zu geschehen hat und lehnt alle Maßnahmen ab, die als Vorstufe einer Schnellstraße zu erkennen sind, wie etwa das Ansinnen verschiedener Kreise, Überholspuren zu errichten. Es ist eine Binsenweisheit: Schnellere Straßen produzieren zusätzlichen Individualverkehr und gerade das brauchen wir alle nicht mehr. Vielmehr gilt es, den Personenverkehr auf die öffentlichen Verkehrsmittel und auf den Hauptachsen Südtirols vor allem auf die Bahn zu verlegen. Die Landesregierung hat diesbezüglich in den letzten Jahren viel geleistet, wofür sie Anerkennung verdient. Es gilt nun, die Schwerpunkte neu zu setzen: Der öffentliche Verkehr muss auf allen Ebenen stärker gefördert und gefordert werden (wir meinen dabei nicht Gratistickets) und der Individualverkehr muss mit effektiven Maßnahmen vermindert werden. Das heißt konkret, dass Investitionen in die Bahn gegenüber den Straßenbauten absoluten Vorrang bekommen müssen. Den Rest des Beitrags lesen »


Assemblea: Risoluzione sulla bretella Val di Riga

27/11/2010

Alla
Giunta provinciale di Bolzano
al sig. Presidente della Giunta provinciale
Dott. Luis Durnwalder

Oggetto: Risoluzione riguardante la bretella ferroviaria della valle di Riga

La Plattform Pro Pustertal-Piattaforma per la Pusteria, nel corso della sua Assemblea generale del 26.11.2010, si è occupata a lungo del problema relativo al traffico in val Pusteria e ha ribadito che proposte come la realizzazione di corsie di sorpasso sulla strada della Pusteria fra Rio di Pusteria e Brunico è una via che va nella direzione sbagliata, perché strade più veloci producono solamente più traffico individuale. Proprio quello di cui non abbiamo certo bisogno. Crediamo sia molto più necessario far viaggiare le persone sui mezzi pubblici e, sulle direttrici più importanti dell’Alto Adige, soprattutto in ferrovia. Gli sforzi fatti in questo senso dalla Giunta provinciale non sono pochi e meritano un apprezzamento. E’ importante però ribadire ancora una volta alcuni punti fermi: il traffico su mezzi pubblici deve essere promosso con più forza a tutti i livelli, e non pensiamo assolutamente a “biglietti gratis”; mentre invece quello su mezzi privati deve essere contenuto con soluzioni concrete. Ciò significa anche che gli investimenti nella ferrovia devono avere assoluta priorità nei confronti di quelli sulla costruzione di strade e che la realizzazione della bretella ferroviaria della valle di Riga deve costituire un obiettivo essenziale da realizzare in tempi brevi. Den Rest des Beitrags lesen »


Italia Nostra: Per la variante Tobl | Für die Tobl-Variante

06/03/2010

Lettera aperta

Poco più di un anno fa le vibrazioni derivanti dalla costruzione di un tunnel sotto Castel Badia, perla architettonica e paesaggistica tra le più belle dell’arco alpino, causarono numerose crepe e il danneggiamento di stucchi barocchi nonché di parti dei rari affreschi romanici nella cripta dell’originaria cappella del castello. Già da anni le locali associazioni ambientaliste si battevano perché il complesso di Sonnenburg (Castel Badia) non venisse nemmeno sfiorato dai lavori stradali, purtroppo senza venire minimamente ascoltate. Ma non è ancora troppo tardi per spostare per quanto possibile i lavori stradali dall’insieme di Sonnenburg, preservandone non solo l’integrità artistica, ma anche il quadro di “insieme” paesaggistico. Se si parla quindi di nuovo accesso alla Val Badia dalla Val Pusteria, le opzioni attualmente in gioco sono due: la Variante Tobl e la Variante Klosterwald. Le associazioni dei protezionisti di lingua tedesca, il Landesverband für Heimatpflege (HPV), e la Plattform pro Pustertal (PPP), e inoltre Italia Nostra sostengono le ragioni della variante Tobl, la Provincia invece quelle della variante Klosterwald. Den Rest des Beitrags lesen »


Holzschlägerungen Rienzschlucht, Straßenausbau Goste/Olang

29/05/2009

Die Plattform Pro Pustertal stellt mit großer Sorge fest, dass im Pustertal trotz Klimawandel und Finanzkrise immer noch kein Umdenken im Umgang mit der kostbaren Landschaft begonnen hat.

So zwingt das aktuelle Beispiel von massiven Eingriffen in der Rienzschlucht zur Fragestellung: wer verantwortet es, dass statt der mit der Fraktionsverwaltung klar vertraglich festgelegten 100 Festmeter Holzschlägerung über 5oo geschlägert wurden?

Wer gab dazu grünes Licht?

Die Fraktionsverwaltung Bruneck als Eigentümerin wurde laut dem Vorsitzenden Walter Harpf selbst vor vollendete Tatsachen gestellt.

Die Bürger/innen haben ein Recht darauf, über die Vorgangsweise restlos aufgeklärt zu werden und erwarten sich, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Den Rest des Beitrags lesen »


Flugblatt: Ausbau Pustertaler Straße: für wen? | Volantino: opere stradali in Val Pusteria: per chi?

08/04/2009

Die Landschaft des Pustertals verändert sich. Mehrere große Straßenbauten sind schon verwirklicht, weitere schwerwiegende Eingriffe stehen bevor – z. B. an der Sonnenburg in St. Lorenzen und in Vintl.

Diese überzogenen Straßenbauten bedrohen unsere wertvolle Natur- und Kulturlandschaft, ziehen neuen Verkehr an und lösen keine Probleme.

Die großen Staus zur Hauptreisezeit, die oft als Rechtfertigung für diese Straßenbauten genannt werden, werden dadurch nicht verschwinden. An diesen Tagen ist das Straßennetz im ganzen Alpenraum überlastet, und auch der Ausbau der Pustertaler Straße wird die Staus nur verlagern, nicht verhindern. Außerdem führen schnellere Straßen sogar zu mehr Staus.

Die Problemstellen auf der Pustertaler Straße lassen sich durch gezielte, kleinere und schonendere Eingriffe beheben.

Der Tourismus ist für das Pustertal von größter Bedeutung. Eine intakte Landschaft und ein respektvoller Umgang mit unseren historischen Schätzen ist Voraussetzung dafür, dass dies auch morgen noch ein Tal ist, in dem Sie gerne Urlaub machen. Sie sind willkommen, und wir möchten, dass Sie sich wohlfühlen. Mit einer Straße, die sich der Landschaft anpasst und auf der man ohne Raserei ans Ziel kommt. Mit einer attraktiven Bahnlinie, die es der Bevölkerung und den Gästen ermöglicht, das Auto immer öfter stehen zu lassen.

Für ein lebenswertes Pustertal und für ein Urlaubsgebiet, in das Sie gerne zurückkommen.

Plattform Pro Pustertal, Ostern 2009 Den Rest des Beitrags lesen »


Sonnenburg: Tunnel wird weitergebaut

24/02/2009

Pressemitteilung der Plattform Pro Pustertal zur Ankündigung von LR Mussner zum Weiterbau des Sonnenburger Tunnels

Der Mangel an politischer Feinfühligkeit des Landesrates Mussner hätte eigentlich keiner weiteren Bestätigung bedurft: Am Sonnenburger Tunnel wird weitergebaut und basta!

Nun soll ja niemand daran gehindert werden, weiteres eigenes Parteiporzellan zu zerschlagen.

Von unserer Seite deswegen nur ein paar unverbindliche Gedanken zur möglichen Alternative: Der Landesrat hätte intelligenterweise weniger kategorisch sein und eine Bedenkpause einlegen können, da nicht absehbar ist, ob es überhaupt eine Möglichkeit des schadlosen Tunnelvortriebes gibt. Inzwischen hätte man die Unterflurtrassierung im Bereich Lauton-Haus und Sonnenburg- Unterdörfl ernsthaft prüfen können. Diese kurze Strecke wäre, auch in bester Ausführung, mit Sicherheit um ein Drittel der für den Tunnel vorgesehenen 18 Mill. € zu haben.

Bruneck, 24.02.2009

Walter Harpf
Hans Peter Niederkofler
Christine Baumgartner


Tunnelbau Sonnenburg, Schäden an Fresken

14/02/2009

Pressemitteilung der PPP und des Heimatpflegeverbandes Bezirk Pustertal

Der Heimatpflegeverband Bezirk Pustertal und die PPP fühlen sich – leider – bestätigt in ihrer seit geraumer Zeit geäußerten Kritik bezüglich der Untertunnelung der Sonnenburg.

Am gestrigen Freitag ist es zu einem ersten Schadensfall am Kulturdenkmal Sonnenburg gekommen: aufgrund der durch die Sprengungen erzeugten Vibrationen hat sich ein romanisches Fresko in der Sonnenburg vom Mauerwerk gelöst, ist herabgefallen und wurde damit schwer beschädigt. Den Rest des Beitrags lesen »


Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.