Sonnenburg – Klosterwald – Tobl

Gadertal-Ausfahrt: „Wir stehen hinter Tobl -Variante“

Herrn Dantones Pro-Klosterwald- Stellungnahme (Dolomiten, 28.11.08) beinhaltet Aussagen, die nicht unkommentiert bleiben dürfen.
Bei der Lorenzner Bürgerversammlung durfte zwar diskutiert werden, die Entscheidung wurde allerdings in arroganter Missachtung der klar geäußerten Wünsche der anwesenden Bürger getroffen.
Die Tobl-Variante wurde nie ernsthaft geprüft.
Es gibt bis heute keinen Kostenvergleich Klosterwald-Tobl – Ausfahrten.
Bei letzterer wäre auch das Ensemble Kniepass kaum berührt.
Angesichts der Tatsache, dass sich – aufs Jahr gerechnet- der Großteil des Gadertalverkehrs, Tourismus-bedingt Richtung Autobahn-Vahrn bewegt, entbehrt die Besorgnis um weitere 1,5 km zwischen Tobl und Bruneck nicht einer gewissen Absurdität.
Dasselbe gilt für die angebliche Gefahr einer weiteren Benutzung der jetztigen Straße durch Pflaurenz, angesichts der Verfügbarkeit von Verkehrsschildern, die solches verhindern können.
Im Übrigen: Statt jene Gelder, für die jeder von uns jeweils über ein halbes Jahr lang arbeitet, in sinnlosen und in diesem Falle auch Landschafts-entstellenden Tunnels und anderen Großprojekten zu verpulvern, sollte man sich beispielsweise Gedanken darüber machen, welche Ausgleichsleistungen man den mit oder ohne Tobl-Ausfahrt gestraften Besitzern des Grasspeintenhofes am Stausee zukommen lässt.
Dies entspräche der letzthin häufig versprochenen bürgernahen Politik wohl eher, als das kuschende Festhalten an Entscheidungen von Provinzpolitikern, die auf lokale Wünsche und Gegebenheiten noch nie Wert gelegt haben.

Walter Harpf
Plattform Pro Pustertal
28.11.2008

PPP steht hinter BM Gräber, Vize-BM Peter Ausserdorfer und SVP-Fraktionssprecher Werner Oberhollenzer

Herr Dantone, SVP-Ortsobmann von St. Lorenzen, sowie die Ortsobmänner von Montal und Onach glauben also, eins nachlegen und den Bürgermeister Gräber zurechtweisen zu müssen (siehe Dolomiten, TZ, 06.12.08).
Wie nicht anders zu erwarten, stehen diese Betonlobbyisten nach wie vor zum allgemein als unverantwortbare Geldverschwendung und Landschaftszerstörung erkannten Klosterwald-Projekt.
Und zwar, man glaubt es kaum, mit der originellen Begründung, dass dieses „verkehrstechnisch für das Gadertal und für die Marktgemeinde St. Lorenzen als Ost-West-Verbindung die beste Lösung bietet“.
Im Klartext: Man braucht via Klosterwald vom- oder ins Gadertal eine schwache Minute weniger nach/von St. Lorenzen/Bruneck!
Mit solchen Nicht-Argumenten übergeht man also nicht nur die vielseitig geäußerten Bedenken sogenannter „Kritiker“, sondern auch die offene Haltung des Bürgermeisters und jener Kollegen aus den eigenen Reihen, die kein Problem damit haben einzuräumen, einen Fehler bei der Gadertal-Ausfahrt-Abstimmung gemacht zu haben.
Sie zeigen Größe, indem sie zugeben, erst angesichts des Sonnenburg-Tunnelbaues – besser spät als nie – erkannt zu haben, welch unglaubliche Kulturlandschafts- Zerstörung insbesondere durch die Realisierung der Klosterwald-Ausfahrt droht.
Die einzige vertretbare Lösung ist und bleibt die Tobl-Variante – noch ist es nicht zu spät!

Walter Harpf
Plattform Pro Pustertal
06.12.2008

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