Vollversammlung: Resolution zur Riggertalschleife

An die
Südtiroler Landesregierung

Sehr geehrter Herr Landeshauptmann
Sehr geehrte Frau Landesrätin
Sehr geehrte Herren Landesräte

Offener Brief und Resolution zur Riggertalschleife

Die Plattform Pro Pustertal hat sich in ihrer Vollversammlung am 26. November 2010 eingehend mit dem Verkehrsproblem im Pustertal auseinandergesetzt. Mit Nachdruck weist sie darauf hin, dass der Ausbau der Pustertaler Straße mit größter Behutsamkeit zu geschehen hat und lehnt alle Maßnahmen ab, die als Vorstufe einer Schnellstraße zu erkennen sind, wie etwa das Ansinnen verschiedener Kreise, Überholspuren zu errichten. Es ist eine Binsenweisheit: Schnellere Straßen produzieren zusätzlichen Individualverkehr und gerade das brauchen wir alle nicht mehr. Vielmehr gilt es, den Personenverkehr auf die öffentlichen Verkehrsmittel und auf den Hauptachsen Südtirols vor allem auf die Bahn zu verlegen. Die Landesregierung hat diesbezüglich in den letzten Jahren viel geleistet, wofür sie Anerkennung verdient. Es gilt nun, die Schwerpunkte neu zu setzen: Der öffentliche Verkehr muss auf allen Ebenen stärker gefördert und gefordert werden (wir meinen dabei nicht Gratistickets) und der Individualverkehr muss mit effektiven Maßnahmen vermindert werden. Das heißt konkret, dass Investitionen in die Bahn gegenüber den Straßenbauten absoluten Vorrang bekommen müssen.

  • Als ganz wesentliches kurzfristiges Ziel muss die Riggertalschleife verwirklicht werden, wobei Haltestellen in Schabs und Vahrn und auf dieser neuen Strecke und anderen Teilabschnitten eine weitgehende Zweispurigkeit unabdingbar sind.
    Die PPP ersucht daher die Südtiroler Landesregierung, die Errichtung der genannten Verbindung unverzüglich in Angriff zu nehmen und noch in dieser Legislaturperiode mit dem Bau zu beginnen.

Im Hinblick auf das Fernziel der Landesregierung, durch den Brenner Basistunnel die Verkehrsbelastung im Eisack- und Wipptal zu reduzieren, machen wir mit Nachdruck darauf aufmerksam, dass

  • die Nord- Südverbindungen des Personenverkehrs mit dem Zug (besonders Bozen – München) derzeit im Argen liegen und bereits jetzt unbedingt verbessert werden müssen,
  • der grüne Korridor nicht durch den Auto- sondern durch den Bahnverkehr erreicht wird,
  • im Knoten Pustertal – Eisacktal ein Bahnhof errichtet werden muss, an dem alle nationalen und internationalen Züge halten, um so das Pustertal optimal anzubinden. Das schafft zudem dem Bestreben, Skigebiete mit dem Zug zu erreichen, Glaubwürdigkeit und ist für eine gesunde Volkswirtschaft viel effektiver als die Erweiterung des Bozner Flughafens.
  • Ferner muss es ein unverzichtbares Ziel der Landesregierung sein, alle Bahnlinien von der RFI zu übernehmen.

Bruneck, am 26.11.2010
Für die PPP zeichnet

Dr. Christine Baumgartner

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