Pustertalbahn: Brief an LR Widmann

Werter Herr Landesrat Widmann!
Wir freuen uns mit Ihnen und Ihrem Team in den Landesämtern über die großen Erfolge, welche Dank Ihrer Kompetenz in den letzten Jahren zur Verbesserung des Öffentlichen Nahverkehrs zustande gekommen sind.

Die „Plattform Pro Pustertal“/PPP hat sich diesbezüglich immer wieder zu Wort gemeldet , als auch durch öffentliche Veranstaltungen und Aktionen zur Sensibilisierung der Bevölkerung beigetragen. So wie auch am Sonntag,12.Oktober 2013 anlässlich der Eröffnung der Haltestelle Bruneck -Nord, wo wir durch vorausgeschickte Pressemitteilungen und dann mit unserem Spruchband erneut auf die unbedingt nötige und rasche Realisierung der Riggertalschleife hingewiesen haben, die den wichtigsten Dreh- und Angelpunkt zum Eisacktal und folglich den anderen Landesteilen darstellt. Seit 2006 wurden Versprechungen Ihrerseits gemacht und so hoffen wir nun , dass die am Sonntag gemachten Zusagen auch wirklich und rasch in die Tat umgesetzt werden. Wir möchten noch einige Vorschläge einbringen, von denen die beiden Ersten bestimmt ohne große Kosten noch in den Winterfahrplan einzubauen sind.

1. Die Streichung des letzten Busses von Bruneck nach Innichen (Tageszeitung“ vom 12.-13-Oktober )hat viel Unmut nicht nur bei Jugendlichen hervorgerufen. Ich selbst bin regelmäßige Benutzerin und er bot die Möglichkeit für Spätarbeiter/innen, Bahnpersonal ab Franzensfeste und von Innsbruck kommende Reisende , noch bis Innichen zu kommen. Natürlich war er nicht voll ausgelastet, aber doch sehr wertvoll und wir greifen deshalb einen unserer „alten“ Vorschläge auf, nämlich einen SAD-Kulturzug einzusetzen, mittels welchem man nach Konzert oder Theater von Bozen oder Brixen kommend um 23,14 noch ins Pustertal gelangt und sogar die Toblacher Konzertbesucher ihn nützen könnten. Somit könnte man sowohl den jugendlichen Nachtschwärmern als auch Kulturinteressierten entgegen kommen und zur besseren Nutzung beitragen. Weiters hat die Neugestaltung der Buslinien im oberen Pustertal ab 13. Oktober viele positive Neuerungen gebracht, aber auch zu verschiedenen Rückmeldungen über fehlende Verbindungen geführt, für die wir um eine aufmerksame Prüfung ersuchen.

2. Es wäre wünschenswert, wenn in den Pustertaler Zügen kurz vor Franzensfeste durch Ansage /Anzeige mitgeteilt würde, wo und wann die Anschlüsse nach Norden und Süden zu erreichen sind. Dies wäre kein Luxus für die Bahnreisenden, im Gegenteil, für die Touristen ein ganz selbstverständlicher Service, dies hatten wir auch bereits seit Jahren vorgeschlagen, jedoch nur ausweichende Antwort bekommen.

3. In diesem Zusammenhang appellieren wir erneut an Sie, das Armutszeugnis eines so wichtigen Knotenbahnhofes wie in Franzensfeste OHNE Aufzug schnellstens zu beheben. Da bei fast allen Verbindungen in Franzensfeste umgestiegen werden muss, ist es nicht zumutbar, dass gerade hier kein Aufzug zur Verfügung steht für Menschen mit Gehbehinderungen und Fahrgäste, die schweres Gepäck zu transportieren haben. Auch in Percha tragen die 94 Stufen sicher nicht zur Steigerung der Fahrgastzahlen bei.

Bruneck, 21.10.2013
Für die PPP
Dr. Christine Baumgartner

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