Klosterwald: Stellungnahme PPP/Heimatpflegeverband

An Herrn Landeshauptmann Dr. Arno Kompatscher

Betrifft: Einfahrt ins Gadertal aus der Sicht der Plattform Pro Pustertal u. des Heimatpflegeverbandes

Klosterwald-SonnenburgSehr geehrter Herr Landeshauptmann,
in Kenntnis Ihres Antwortschreibens anlässlich des Mails von Frau Manuela Reichegger vom 27.01.2014 möchten auch wir zur Sachlage nochmals wie folgt Stellung nehmen:

  • Uns scheint, dass die verschiedenen Varianten nicht ernsthaft verglichen und die Schwerpunkte nicht objektiv gesetzt wurden.
  • Von Tobl als „wertvollem Erholungsgebiet“ kann angesichts der vorhandenen Strukturen wie Staumauer, E-Werk, Kläranlage und Biogasanlage wohl nicht die Rede sein!
  • Sehr wohl ist hingegen die Landschaft rund um das Ensemble des Weilers Sonnenburg von einmaliger Schönheit und Einprägsamkeit und deshalb unbedingt vor derartigen Eingriffen zu schützen, nicht zuletzt auch wegen seiner Bedeutung aus touristischer Sicht.
  • Die Tobl-Variante brächte zugegebenermaßen eine geringfügig höhere Steigung, aber die bei beiden Varianten nötige Brücke würde wohl ähnlich ausfallen. Der in Frage kommende Tunnel wäre in Tobl aber sehr viel kürzer und deshalb entsprechend günstiger. Außerdem wäre der natürliche Tobl-Geländeeinschnitt mit nutzbar.
  • Für die Kreuzungsschleifen muss bei beiden Projekten ein kurzer Tunnel gebaut werden.
  • Die angesprochene Verlängerung der Strecke Gadertal-Bruneck um einige 100 Meter sollte nicht als ernsthaftes Argument gewertet werden. Diesbezüglich betrachte man doch den Ganzjahresverkehr inklusive dem saisonal bedingten Touristenverkehr, der sich natürlich von und in Richtung Brixen und Brennerautobahn bewegt, welcher den „Umweg“ sicherlich wettmacht.
  • Im Übrigen ist die geplante Klosterwald-Ausfahrt unmittelbar vor der Sonnenburg und nicht „ungefähr in der Mitte zwischen Kniepass und Sonnenburg“ positioniert.
  • Es mehren sich die Stimmen aus den zuständigen Straßenmeistereien, die vor den beachtlichen Instandhaltungskosten langer Tunnels warnen.

Sehr geehrter Herr Landeshauptmann, viele hatten gehofft, dass Sie grundsätzlich von überzogenen Straßenbauprojekten Abstand nehmen würden und zwar zugunsten von Bahnstrukturen, wie etwa der längst überfälligen Riggertalschleife. Im Frühjahr 2013 wurde Landeshauptmann Durnwalder angesichts der Nachberechnungen, die von aktuellen 80 Mill. € Kosten für die Klosterwaldausfahrt ausgehen, wie folgt zitiert: „Nicht mit mir!“ Mit Ihnen schon!?

Wir bitten Sie, das Ganze nochmals zu überdenken und wären Ihnen für eine Antwort dankbar.

Mit freundlichen Grüßen
Für die PPP und den Heimatpflegeverband Bezirk Pustertal:
Walter Harpf, Claudia Plaikner

19.02.2014.

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