Nochmals zur Klosterwaldvariante

29/07/2014

Klosterwald-SonnenburgStellungnahme für „Do Puschtra“, 20.07.2014

Wir haben natürlich absolut Verständnis dafür, dass die Anrainer der Gadertaler Straße in Pflaurenz und im Westen St. Lorenzens eine Entlastung vom Verkehr wollen. Die sog. Klosterwaldvariante können wir aber nicht gutheißen, weil sowohl der finanzielle Aufwand als auch die landschaftlichen Auswirkungen in keinem Verhältnis zur Problematik stehen.

Die Gadertaler Straße weist im Vergleich zur Pustertaler Straße weniger als die Hälfte des Verkehrs auf, einen geringen Schwerverkehrsanteil, wenig Nachtverkehr und keinen Transitverkehr (siehe Daten unten). Für die Einhaltung der Geschwindigkeitsbeschränkung kann gesorgt werden, wenn der politische Wille vorhanden ist. Die Belastung stellt niemand in Abrede, aber es gibt im Land eine Reihe von Straßenabschnitten, auf denen wesentlich mehr Einwohner betroffen sind und die keine Aussicht auf Entlastung durch Umfahrungen oder ähnliches haben. Wenn angesichts knapper werdender Mittel nach Priorität vorgegangen werden soll und wenn die Kriterien die betroffene Bevölkerung, das Ausmaß der Belastung und die Kosten sind, so kann die Gadertaler Einfahrt nicht als vorrangiges Projekt angesehen werden. Tunnel, Brücke und zwei überzogene Kreuzungsbauwerke an diesem landschaftlich und historisch hoch sensiblen Ort bei Kosten von mindestens 40 Millionen Euro sind für uns nicht zu rechtfertigen. Den Rest des Beitrags lesen »


Klosterwald: Stellungnahme PPP/Heimatpflegeverband

20/02/2014

An Herrn Landeshauptmann Dr. Arno Kompatscher

Betrifft: Einfahrt ins Gadertal aus der Sicht der Plattform Pro Pustertal u. des Heimatpflegeverbandes

Klosterwald-SonnenburgSehr geehrter Herr Landeshauptmann,
in Kenntnis Ihres Antwortschreibens anlässlich des Mails von Frau Manuela Reichegger vom 27.01.2014 möchten auch wir zur Sachlage nochmals wie folgt Stellung nehmen:

  • Uns scheint, dass die verschiedenen Varianten nicht ernsthaft verglichen und die Schwerpunkte nicht objektiv gesetzt wurden.
  • Von Tobl als „wertvollem Erholungsgebiet“ kann angesichts der vorhandenen Strukturen wie Staumauer, E-Werk, Kläranlage und Biogasanlage wohl nicht die Rede sein!
  • Sehr wohl ist hingegen die Landschaft rund um das Ensemble des Weilers Sonnenburg von einmaliger Schönheit und Einprägsamkeit und deshalb unbedingt vor derartigen Eingriffen zu schützen, nicht zuletzt auch wegen seiner Bedeutung aus touristischer Sicht. Den Rest des Beitrags lesen »

Pressemitteilung: Ausfahrt Gadertal/Klosterwald – keine Priorität!

28/03/2013

Klosterwald-SonnenburgLandesrat Mussner hat jüngst den Baubeginn am Klosterwald von der Verfügbarkeit finanzieller Mittel abhängig gemacht.

Da wir nun offensichtlich auch in punkto Straßenbau am Punkt angelangt sind, wo nicht mehr „alles geht“, können wir nur die Frage wiederholen, weshalb die Ausfahrt Gadertal eigentlich Priorität vor anderen Projekten haben sollte.

Dass die Anwohner in Pflaurenz und St. Lorenzen vom Verkehr befreit werden wollen, ist natürlich verständlich. Allerdings ist die Situation hier weniger schwerwiegend als in vielen anderen Fällen, für die keine Umfahrung u. ä. in Aussicht steht:

  • Sehr wenige Häuser sind unmittelbar betroffen.
  • Die Gadertaler Straße weist im Jahresschnitt weniger als die Hälfte des Verkehrs der Pustertaler Straße auf (2012: Zählstelle St. Lorenzen durchschnittlich 18.049 Fahrzeuge am Tag, Montal 7.225). Der Anteil des Schwerverkehrs ist gering, der Nachtverkehr ist begrenzt und es gibt praktisch keinen Transitverkehr. Den Rest des Beitrags lesen »

Pressemitteilung zur Ausfahrt Gadertal

08/03/2013

Die „Plattform Pro Pustertal“ warnt seit Jahren vor einem großzügigen Ausbau der Pustertaler Straße, um die bereits deutliche Zunahme von LKW-Fahrten nicht weiter zu fördern. Das letzte Teilstück mit dem überdimensionierten Ausbau der Gadertaleinfahrt soll bald in Angriff genommen werden, ohne Rücksicht auf negative Auswirkungen auf das einmalige Ensemble in der Bannzone Sonnenburg.

Auch kritisiert die Plattform Pro Pustertal , dass bisher keine Vergleichsstudie mit entsprechender Kostenberechnung zur Alternative am Kniepaß mit bereits bestehenden Straßenteilen gemacht wurde. Landeshauptmann Durnwalder hatte beim Antritt seiner Legislatur 2008 selbstkritisch ein Umdenken versprochen, wonach er nicht mehr in die „Hardware“ sprich Strukturen sondern viel stärker in die „Software“ sprich Bildung, Gesundheit und Soziale Bereiche investieren wolle. Aber wie es aussieht, sind die Versprechungen trotz Finanz-und Wirtschaftskrise mit Verarmung der Mittelschicht längst vergessen und es wird weiter in aufwändige Straßenprojekte investiert.

Die PPP hat deshalb erneut eine gut sichtbare Plane mit der Warnung: „ Gadertaleinfahrt nicht hier“ angebracht und appelliert an die politisch Verantwortlichen, dieses überdimensionierte Projekt zu überdenken und die kleinere Variante am Kniepaß ernsthaft in Erwägung zu ziehen.

Dr. Christine Baumgartner
Plattform Pro Pustertal
05.03.2013


Klosterwald/Sonnenburg: Plane mit Warnung

06/03/2013

Neue Südtiroler Tageszeitung, Dienstag, 5. März 2013

Die PPP warnt vor der neuen Einfahrt ins Gadertal.

Die „Plattform Pro Pustertal“ warnt seit Jahren vor einem großzügigen Ausbau der Pustertaler Straße, um die bereits deutliche Zunahme von LKW-Fahrten nicht weiter zu fördern. Das letzte Teilstück mit dem überdimensionierten Ausbau der Gadertaleinfahrt  soll bald in Angriff genommen werden, ohne Rücksicht auf negative Auswirkungen auf das einmalige Ensemble in der Bannzone Sonnenburg.

Plane Sonnenburg, März 2013

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Projekt „Klosterwald“ stoppen!

14/11/2012

Die erneute Entfernung unserer Protest-Transparente nehmen wir zum Anlass, unseren Standpunkt zum Projekt „Klosterwald“ nochmals in aller Klarheit zum Ausdruck zu bringen.

Die geplante Ausfahrt ins Gadertal, kreuzungsfrei mit Brücke über den Stausee und Tunnel durch den Klosterwald, soll 40 Millionen Euro kosten und ist ein zerstörerischer Eingriff in ein landschaftlich und historisch sehr wertvolles Gebiet. Das steht in keinem Verhältnis zum erzielten Effekt.

Die Staus an den Tagen des Urlauberwechsels in der Hochsaison wird das Ding jedenfalls nicht beseitigen, sondern sie höchstens in den Tunnel verlegen, denn in diesen Zeiten ist die Unterpustertaler Straße bereits überlastet und ein schnelleres Einfließen des Gadertaler Verkehrs gar nicht möglich.

Abgesehen von diesen wenigen Tagen hat das Gadertal kein Erreichbarkeitsproblem. Im Jahresschnitt hat die Gadertaler Straße weniger als die Hälfte des Verkehrs der Unterpustertaler Straße, einen geringen Schwerverkehrsanteil, wenig Nachtverkehr und keinen Transitverkehr. Bei allem Verständnis für die Anrainer kann das Projekt der Gadertaler Ausfahrt nicht als prioritär angesehen werden und sollte auch angesichts der unsicheren finanziellen Lage auf Eis gelegt werden, bis eine landschaftlich und finanziell tragbare Lösung gefunden ist. Den Rest des Beitrags lesen »


Klosterwald: Transparente erneut gestohlen

04/11/2012

Die PPP-Transparente im Bereich Sonnenburg – Klosterwald („Einfahrt ins Gadertal: nicht hier!“) wurden in der Nacht auf den 3. November erneut von Unbekannten entfernt. Es handelt sich um Diebstahl und Sachbeschädigung. Die Planen sind Eigentum der PPP und wurden mit ausdrücklicher Genehmigung des Grundbesitzers angebracht.

Offensichtlich finden bestimmte Personen diese lautlose Kritik an einem landschaftszerstörenden, überteuerten und schlicht unsinnigen Straßenprojekt derart unerträglich, dass sie sich solche Mühe antun. Sie können sich allerdings beruhigen: Solange die Klosterwaldeinfahrt weiter in den Plänen der Landesregierung bleibt, werden wir uns gegen dieses Projekt zur Wehr setzen.

04.11.2012
Der Ausschuss der Plattform Pro Pustertal