Baumschlägerungen in Sexten: Jedes erträgliche Maß überschritten

12/08/2013

Presseaussendung Plattform Pro Pustertal / Aktionsgemeinschaft Reischach für eine lebensWERTE Zukunft, 11.08.2013

Mit den Baumschlägerungen letzten Samstag und Sonntag hat die Sextner Dolomiten AG in ihrem Vorgehen jedes erträgliche Maß überschritten. Anstatt die rechtliche Abklärung zum Projekt Helm-Rotwand beim Verwaltungsgericht abzuwarten, wie es die Rechtstaatlichkeit verlangt, organisierten die Projektanten, getragen von den führenden Politikern der Gemeinde und des Landes, gleich einen Holzschlägertrupp, um den Bannwald für die Piste zu roden, und die Bagger. Diese Blitzaktion am Wochenende vor Ferragosto, an Tagen, an denen die Gerichtsämter geschlossen sind und daher nicht eingreifen können, verletzt jedes Rechtsempfinden. Ein derartig hinterhältiges und präpotentes Vorgehen, zu dem auch die vorangegangenen Drohungen von Vorsitzenden der Tourismus-Wirtschaftslobby zählen, entspricht totalitären Methoden demokratisch unterentwickelter Länder und ist eine Schande für Südtirol, das sich sonst so gerne als Vorzeigeland präsentiert. Die Rodungen stellen nicht nur einen Gewaltakt gegen die Natur dar, sondern sind ein Akt skrupelloser Machtarroganz und Rechtsmissachtung, den es auf schärfste zu verurteilen gilt.

Angesichts des Geschehens in Sexten rufen wir die Mitbürgerinnen und –bürger Südtirols auf, bewusst alle demokratischen Möglichkeiten zu nützen, um einem zunehmenden Ausufern des Machtmissbrauches entgegenzutreten. Den Rest des Beitrags lesen »


Gemeinderat Sexten lehnt Volksbefragung zu Skipistenplänen ab

08/07/2010

Die Plattform Pro Pustertal begrüßt das Nein der Umweltprüfungskommission zum umstrittenen Projekt des Zusammenschlusses der Skigebiete Helm und Rotwand in Sexten und fordert dessen Streichung. Bereits vor dreizehn Jahren sprach sich die Sextner Bevölkerung dagegen aus, die Skipistenkommission hatte es ebenfalls abgelehnt, nun wurde zum zweiten Mal ein negatives Gutachten abgegeben: reicht dies immer noch nicht aus ?

Wozu dienen eigentlich diese Überprüfungen durch Fachleute, wenn die Landesregierung selbst sich ignorant darüber hinwegsetzt? Natürlich ist es für die Gemeindepolitiker dann ein Leichtes, den Wählerwillen zwei Monate nach den unlauteren Wahlversprechen von „Mitspracherecht“ zu übergehen und strikt die Meinungsäußerung in Form einer Volksbefragung abzuwehren.

Die warnenden Stimmen der beiden Forstexperten Dr. Watschinger und Dr. Obwegs sowie die Kritik von Alpenverein, Heimatpflegeverband und Dachverband für Natur- und Umweltschutz werden einfach in den Wind geschlagen. Ausgerechnet im Jahr der Biodiversität werden wertvolle Habitate für einzigartige und bedrohte Tier- und Pflanzenarten geopfert statt geschützt und das Dolomiten-Weltnaturerbe dient einzig und allein zur Werbung auf Hochglanzprospekten. So darf es nicht weitergehen!

Dr.Christine Baumgartner
Sprecherin PPP
Bruneck, 8.7.2010


Zur Gemeinderatssitzung am 30. Juni in Sexten – Volksbefragung

05/07/2010

Kommentar der Gasthörer:  Schönes Sexten, aber die Sextner haben nichts zu sagen….

Als Gasthörer in Sexten bei der dortigen letzten Gemeinderatssitzung – und als überzeugte Befürworter der Direkten Demokratie – fragen wir uns, warum es denn sein kann, dass die Bürgerlistler keinen einzigen SVPler für die Volksabstimmung in Sachen Skikarusell gewinnen konnten?

Vielleicht, weil es verdammt schwierig ist, jemandem etwas zu erklären, der dafür bezahlt wird, etwas nicht verstehen zu wollen, können, dürfen, müssen….

Wie sonst ist es zu verstehen, dass die Bürgerlistler sehr wohl für die Anwesenden überzeugende Argumente vorgebracht haben, von der SVP Mehrheit jedoch kaum etwas – wenn nicht Altbekanntes zu hören war.

Dabei gaben Letztere zu verstehen, dass ja sie die Vertreter der Sextner seien – ist also einzig ihr Handaufheben gegen eine Volksbefragung etwa auch symptomatisch für ihr Verständnis von Mitbestimmung?

Wir hatten jedenfalls den Eindruck, dass die SVP Gemeinderäte sich als ahnungslose Handlanger eines Land und Leute bevormundenden Speckkönigs erwiesen haben. Den Rest des Beitrags lesen »


Last-Minute-Verwüstungen

14/06/2007

Gemeinsame Presseaussendung der Plattform pro Pustertal und des Heimatpflegeverbandes, Bezirk Pustertal

Der fortschreitende Klimawandel wird weltweit erschrocken zur Kenntnis genommen und man bemüht sich überall, die katastrophalen Folgen zu begrenzen bzw. von Klimafaktoren abhängige Wirtschaftsformen an die neuen Gegebenheiten anzupassen.

So stellt man sich z.B. in der Schweiz angesichts unbestreitbar ausbleibender Winterniederschläge mit voller Kraft auf eine Aufwertung des Sommertourismus bzw. auf sehr sensiblen Umgang mit Landschaftskapital um.

Nicht so in Südtirol. Den Rest des Beitrags lesen »