Pustertal: Mobilitätspolitik statt Illusionen aus Beton

20/02/2011

Pressemitteilung

Der Bautenlandesrat spricht in seiner jüngsten Presseaussendung von „Halbzeit“ beim Ausbau der Pustertaler Straße, verbunden mit der Ankündigung, nicht etwa die Strategie überdenken, sondern am bisherigen Ausbauprogramm festhalten zu wollen.

Am ärgerlichsten ist dabei die ständig wiederholte Behauptung, der Straßenausbau diene dazu, Staus zu vermeiden. Verbreiterungen und Begradigungen führen nur zu höheren Geschwindigkeiten und damit nicht nur zu mehr Schadstoffen und Lärm, sondern auch zu mehr Verkehr und einem höheren Staurisiko. Die höchste Kapazität hat eine Straße bei mäßigen Geschwindigkeiten, wie sie etwa auf den noch nicht ausgebauten Abschnitten der Pustertaler Straße gefahren werden. Abgesehen davon gibt es ausgedehnte Staus nach wie vor nur an einzelnen Tagen in der touristischen Hochsaison und es wäre ein sinnloses Unterfangen, die Infrastruktur diesen absoluten Spitzentagen anpassen zu wollen.

Von besonderer „Rücksicht auf ein landschaftlich sensibles Gebiet“ kann keine Rede sein. Den Rest des Beitrags lesen »


Flugblatt: Ausbau Pustertaler Straße: für wen? | Volantino: opere stradali in Val Pusteria: per chi?

08/04/2009

Die Landschaft des Pustertals verändert sich. Mehrere große Straßenbauten sind schon verwirklicht, weitere schwerwiegende Eingriffe stehen bevor – z. B. an der Sonnenburg in St. Lorenzen und in Vintl.

Diese überzogenen Straßenbauten bedrohen unsere wertvolle Natur- und Kulturlandschaft, ziehen neuen Verkehr an und lösen keine Probleme.

Die großen Staus zur Hauptreisezeit, die oft als Rechtfertigung für diese Straßenbauten genannt werden, werden dadurch nicht verschwinden. An diesen Tagen ist das Straßennetz im ganzen Alpenraum überlastet, und auch der Ausbau der Pustertaler Straße wird die Staus nur verlagern, nicht verhindern. Außerdem führen schnellere Straßen sogar zu mehr Staus.

Die Problemstellen auf der Pustertaler Straße lassen sich durch gezielte, kleinere und schonendere Eingriffe beheben.

Der Tourismus ist für das Pustertal von größter Bedeutung. Eine intakte Landschaft und ein respektvoller Umgang mit unseren historischen Schätzen ist Voraussetzung dafür, dass dies auch morgen noch ein Tal ist, in dem Sie gerne Urlaub machen. Sie sind willkommen, und wir möchten, dass Sie sich wohlfühlen. Mit einer Straße, die sich der Landschaft anpasst und auf der man ohne Raserei ans Ziel kommt. Mit einer attraktiven Bahnlinie, die es der Bevölkerung und den Gästen ermöglicht, das Auto immer öfter stehen zu lassen.

Für ein lebenswertes Pustertal und für ein Urlaubsgebiet, in das Sie gerne zurückkommen.

Plattform Pro Pustertal, Ostern 2009 Den Rest des Beitrags lesen »


Großumfahrung Vintl: schwere Fehlentscheidung

10/08/2008

Gemeinsame Presseaussendung Umweltgruppe Vintl, Bürgerforum Südtirol, Plattform Pro Pustertal

Die Landesregierung sieht im Baubeginn der neuen Großumfahrung von Vintl offensichtlich einen Grund zum Feiern. Für die Umweltschutzgruppe Vintl , das Bürgerforum Südtirol und die Plattform Pro Pustertal ist es ein trauriger und ärgerlicher Anlass, weil hier zum wiederholten Mal wider besseres Wissen und trotz aller Warnungen ein Großprojekt durchgezogen wird, welches das untere Pustertal nachhaltig schädigt und enorme Summen verschlingt, die anderswo wesentlich sinnvoller eingesetzt werden könnten.

Was in beschönigender Weise als „Umfahrung“ bezeichnet wird, ist mit über 5,5 km der bisher längste Neubauabschnitt auf der Pustertaler Straße, der das untere Pustertal definitiv dem Durchzugsverkehr ausliefert. Dafür wurde eigens und im Widerspruch zum Gewässerschutzgesetz die Rienz verlegt. Die bisher ruhige Südseite des Tales mit Fluss und Radweg, ein sehr beliebtes Naherholungsgebiet für Vintl, wird damit schwer in Mitleidenschaft gezogen. Den Rest des Beitrags lesen »


Meilensteingespräche 2007 | Colloqui alla pietra miliare 2007

25/08/2007

Wir haben uns heuer zum dritten Mal beim Meilenstein versammelt, um eine verantwortbare und nachhaltige Mobilitätspolitik im Pustertal einzufordern.

Beim öffentlichen Verkehr sind endlich Fortschritte zu verzeichnen. Mit der Sanierung der Bahnhöfe,neuem Rollmaterial und der Vertaktung des regionalen Bahnverkehrs wird langjährigenForderungen entsprochen. Das begrüßen wir und hoffen auf eine zügige und konsequente Umsetzung. Den Rest des Beitrags lesen »