Brief an den neugewählten Landtag ¦ Lettera al Consiglio provinciale neoeletto

15/11/2023

Anlässlich der konstituierenden Sitzung des neuen Landtags hat die Plattform Pro Pustertal, auch in Vertretung verschiedener Gemeinderätinnen und -räte sowie Initiativen des Pustertals, einen Brief übermitelt, der die Problematik bezüglich der jüngsten Verkehrsprojekte im Pustertal aufzeigt. Der Text ist unten angeführt.

In occasione della seduta costituente del nuovo Consiglio provinciale, la Piattaforma Pro Pusteria, anche in rappresentanza di congsigliere e consiglieri comunali e di comitati della Val Pusteria, ha recapitato ai componenti il nuovo Consiglio una lettera che fa presente la problematica riguardante i recenti progetti per infrastrutture di trasporto in Val Pusteria. Il testo è riportato sotto.


Betreff: Zur konstituierenden Sitzung des neugewählten Südtiroler Landtages
Ein Denkanstoß

Wir wünschen Ihnen, dass Sie mit Verantwortungsbewusstsein die anvertraute Entscheidungskraft bestmöglich für eine zukunftsfähige Gestaltung unserer Gemeinschaft und Umwelt einsetzen. Als Abgeordnete/r werden Sie sich mit den Entscheidungen und Beschlüssen der vorangegangenen Legislatur vertraut machen, vielleicht in Ihre Wahlanalyse einfließen lassen, manche auch kritisch hinterfragen. Denn die Ergebnisse der Landtagswahl dürften doch einige Fragen aufwerfen und zum Nachdenken anregen.
In den vergangenen zwei Jahren entfachte sich im Pustertal infolge der überraschenden Bereitstellung erheblicher Summen von Olympia-Geldern die Diskussion über Straßenbauten. Alte, zum Teil überholte, doch bereits genehmigte Projekte werden umgesetzt, andere aus dem Hut gezaubert Aber auch Projekte wie die Riggertalschleife erlangten endlich die verdiente Priorität, wobei es vielen unverständlich ist, warum der Abschnitt zwischen Vahrn und Mühlbach nur einspurig realisiert wird, während im östlichsten Teil des Pustertals der zweispurige Ausbau der Bahn plötzlich als besonders dringend erscheint und als Argument für neue Straßenbauten herhalten muss.

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Stellungnahme zum Landesplan für nachaltige Mobilität

15/09/2023

Mit den Zielsetzungen des Landesplans für nachhaltige Mobilität können wir uns nur einverstanden erklären. Auch angesichts der Klimakrise ist eine drastische Reduktion der Emissionen im Verkehrsbereich dringend notwendig, gleichzeitig kann die Lebensqualität der Südtiroler Bevölkerung deutlich verbessert werden, wenn die Bewegung zu Fuß, mit dem Fahrrad und den öffentlichen Verkehrsmitteln klaren Vorrang hat.

Ob die gesetzten Ziele erreicht werden können, hängt aber in erster Linie von der Konsequenz in der Umsetzung ab. Das Ziel, den motorisierten Individualverkehr um 30% zu reduzieren (vor kurzem waren es noch 40%), ist sehr ambitioniert, es fehlen allerdings handfeste Aussagen, wie das genau gelingen soll. Man setzt offensichtlich darauf, dass der Ausbau des öffentlichen Verkehrs seine Wirkung automatisch entfaltet und dass speziell auf Gemeindeebene wirksame Maßnahmen zur Verkehrsreduzierung getroffen werden. Das ist zu wenig. Wir haben zum Plan folgende Anmerkungen:

  • Es braucht eine greifbare Strategie zur Verminderung des motorisierten Individualverkehrs, sowohl der ansässigen Bevölkerung als auch im Tourismus, mit klaren Vorgaben für die Gemeinden und ihre Entwicklungsprogramme: Attraktivierung der Fuß- und Radwege, Reduzierung der Geschwindigkeit des motorisierten Verkehrs, restriktive Parkplatzpolitik. Der alleinige Ausbau des öffentlichen Verkehrs reicht nicht aus, gleichzeitig muss der motorisierte Individualverkehr eingebremst werden.
  • Dem Ausbauprogramm auf dem regionalen Schienennetz muss absolute Priorität zukommen. Die Riggertalschleife hebt den regionalen Bahnverkehr in der ganzen östlichen Landeshälfte auf eine neue Ebene. Nächster Schritt ist die Ermöglichung eines regionalen Schnellverkehrs durch zweispurigen Ausbau der Linie Bozen-Meran und von Abschnitten der Pustertaler Bahn. Damit werden auch die Kapazitäten geschaffen, die für eine effektive Verkehrswende im Land notwendig sind.
  • Die Kriterien für künftige Straßenprojekte (Punkt 7.8.2) begrüßen wir prinzipiell, sie müssen aber auch strikt angewandt werden. Jegliche Beschleunigung fördert den Auto- und LKW-Verkehr und verschlechtert damit die Situation. Bereits bei der Entscheidung zum Kreuzungsausbau in Olang hat man sich nicht wirklich an die Kriterien gehalten – das Projekt beschleunigt den Durchgangsverkehr, bringt keine Verbesserung für den öffentlichen Verkehr und hat schwerwiegende negative Auswirkungen auf das Landschaftsbild. Mit solchen Entscheidungen bewegt man sich eindeutig in die falsche Richtung.
  • Es fehlen Aussagen, wie man den viel zu großen Fuhrpark im Land reduzieren will. Speziell das Carsharing ist massiv auszubauen. Weniger private Autos stärken den öffentlichen Verkehr und bedeuten auch eine deutliche Entlastung der privaten Haushalte.
  • Auf der Brennerautobahn können durchaus Systeme zur besseren Abwicklung des Verkehrs (z. B. Slot-System) zum Einsatz kommen, Voraussetzung ist aber, dass die Verkehrsmenge begrenzt wird, das Kriterium muss die Belastbarkeit von Anwohnendnen und Umwelt sein, nicht die rein technische Leistungsfähigkeit der Infrastruktur. Dass man zudem von vornherein von einem weiteren konstanten Wachstum des Güterverkehrs ausgeht, können wir nicht nachvollziehen.

Der Plan kann ein wertvolles Instrument auf dem Weg zu einer verträglichen Mobilität in Südtirol sein. Voraussetzung dafür ist aber, dass seine Zielsetzungen in allen Entscheidungen, die täglich auf Landes- und Gemeindeebene getroffen werden, bedacht und umgesetzt werden.

Bruneck, 15.09.2023

Plattform Pro Pustertal


Passo Giau, 05.06.2022

24/10/2022

Comunicato Peraltrestrade Cadore

Raduno del 5 giugno 2022 sul passo Giau, in difesa delle montagne e per chiedere olimpiadi rispettose dell’ambiente e senza sprechi di soldi pubblici.

Contributo di Climate Action South Tyrol / Alleanza per il cima Alto Adige, portavoce David Hofman

„Anche noi di Climate Action South Tyrol abbiamo aderito all’appello alla protesta contro l’ulteriore cementificazione delle Dolomiti, questa volta per i giochi olimpici 2026… Le Olimpiadi, che dovrebbero essere un simbolo di concordia tra i popoli mediata dallo sport, una competizione amichevole, devono diventare una punta di diamante della trasformazione necessaria, mandare un messaggio forte, esprimendosi contro la costruzione di nuove infrastrutture, di versamenti di miliardi di Euro che dovrebbero essere investiti per il mitigamento della crisi climatica. Una cooperazione vera tra i popoli di oggi con le generazioni del futuro!… Sul passo Giau tante realtà si sono unite per dar voce alle preoccupazioni nei confronti dello sviluppo intrapreso a causa dei giochi olimpici, una critica condivisa da Climate Action South Tyrol. Uno sviluppo che distrugge e cementifica ulteriormente una natura sempre più soffocata e messa all’angolo in nome del profitto. Come mette in luce l’enorme siccità che sta colpendo l’Italia e l’Europa, la fase storica della sopraffazione e della competizione è alla fine: sta a noi tutti scrivere una nuova storia, che abbia come valori la solidarietà e la collaborazione, e che narri di una pacifica ed equa convivenza tra le persone, tra i popoli e tra il genere umano e la natura.“[…]

Intervento di Heimatpflegeverband Pusteria, presidente Albert Willeit, Gais, Val Pusteria

„A nome dell‘Heimatpflegeverband Südtirol vorrei porgere un caloroso benvenuto a tutti. Soprattutto noi della Val Pusteria vorremmo mostrare la nostra solidarietà alle vostre preoccupazioni, che sono anche le nostre: e cioè, che il nostro bellissimo paesaggio continuerà ad essere cementificato e che la natura verrà distrutta.
Proprio come a voi è stato detto anche a noi che abbiamo già tutto ciò che serve per un’Olimpiade. Ma ora vengono investiti 40 milioni nell’impianto di biathlon di Anterselva e 100 milioni nell’ampliamento delle strade per rendere il traffico più veloce. Ma noi non vogliamo promuovere il traffico automobilistico, noi vogliamo renderlo più lento e rendere più veloci solo i treni e gli autobus. Vogliamo fare di tutto per raggiungere questo obiettivo. Grazie e auguri a voi tutti.“

Intervento di Platform for Pustertal / Piattaforma per la Pusteria, portavoce Christine Baumgartner, Brunico, Val Pusteria

„Anche noi del gruppo ambientalista Platform pro Pustertal/ Piattaforma per la Pusteria siamo qui per portarvi il nostro sostegno e per far sentire la nostra voce contro i progetti di opere fuori misura e costosissime per le Olimpiadi 2026. Da vent’anni siamo attivi in Val Pusteria per proteggere l’ambiente, la natura, la qualità di vita dei nostri paesi e la ricca biodiversità della flora e fauna delle Dolomiti. Oggi più che mai ci troviamo davanti una serie di problemi gravi e inaspettati: due anni di pandemia, la crisi climatica a livello globale e ora pure una guerra al centro dell’Europa! Dobbiamo lottare a vari livelli con tutte le nostre forze per superare questi problemi universali.
Tutti i progetti per le Olimpiadi vanno rivisti e ripensati, perché si tratta di „giochi di lusso” per la durata di sole due settimane, dove attualmente già sono presenti strutture sportive in loco. Siamo ancora in tempo e chiediamo con fermezza la VAS – Valutazione Ambientale Strategica – su tutte le opere previste. Solo questo studio complesso offre un documento scientifico capace di misurare la sostenibilità ambientale, sociale ed economica, che la popolazione ha il diritto di conoscere.“


Cortina d’Ampezzo 24.10.2021 – „Non nel mio nome“

25/10/2021

In Cortina fand am 24. Oktober eine Demonstration gegen verschiedene Bauvorhaben statt, die unter dem Vorwand der Olympischen Spiele 2026 durchgezogen werden sollen und alles andere darstellen als einen respektvollen und tragfähigen Umgang mit der alpinen Umwelt. Auch in Südtirol ist in Zusammenhang mit den Olympischen Spielen von Straßenbauten die Rede, die den Verkehr „flüssiger“ und „sicherer“ machen sollen. Das ist alles nicht mehr tragbar. Den schönen Worten von Nachhaltigkeit müssen effektive Entscheidungen folgen: nicht noch mehr Beton, nicht noch mehr Verkehr. Die Plattform Pro Pustertal hat die Aktion unterstützt und teilgenommen. 

A Cortina il 24 ottobre si è tenuta una manifestazione contro diverse opere previste con riferimento ai Giochi Olimpici 2026 e che rappresentano tutt’altro che un’attegiamento rispettoso e sostenibile verso l’ambiente alpino. Anche in Alto Adige in collegamento con i Giochi Olimpici si parla di opere stradali che dovrebbero rendere il traffico più „fluido“ e più „sicuro“. Tutto questo non è più accettabile. Alle belle parole sulla sostenibilità devono seguire decisioni effettive: non ancora cemento, non ancora più traffico. La Piattaforma Pro Pusteria ha sostenuto la manifestazione e ne ha preso parte. 

Comunicato Peraltrestrade Dolomiti: https://www.peraltrestrade.it/comunicato-marcia-non-nel-mio-nome-cortina/


Memorandum 150 Jahre Pustertalbahn – 150 anni ferrovia della Val Pusteria

03/10/2021

Grund zum Feiern – und zum Weiterdenken. Ein Memorandum für eine nachhaltige Verkehrspolitik im Pustertal, unterstützt von 14 Organisationen.

Tempo di festeggiare – e di pensare al futuro. Un memorandum per una politica sostenibile dei trasporti in Val Pusteria, sostenuta da 14 organizzazioni.


10/06/2021

Documento: Valle della Drava e della Pusteria – crocevia del transito europeo

10/06/2021

giugno 2021


Positionspapier: Transitkreuz Drau- und Pustertal?

10/06/2021

Juni 2021


Bozen 05.10.2018 „Xunds Landl Xunde Leit“

08/10/2018


Fr 05.10.2018 Bozen: Xunds Landl Xunde Leit – Terra sana gente sana – Tera sana porsones sanes

03/10/2018

xundslandxundeleit

Info: Dachverband für Natur- und Umweltschutz


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